Bei den Kindersitzprofis bewegt sich etwas – und das nicht nur im übertragenen Sinne: Reboardermama zieht aktuell von Pullenreuth nach Kemnath um und auch wir sind schon gespannt auf die neuen Geschäftsräume im Herzen der Oberpfälzer Kleinstadt.
Zur Neueröffnung am Samstag, den 26.09.2015 (10-15 Uhr) können Sie nicht nur selbst einen neugierigen Blick in den Laden werfen, sondern auch einen der aktuellsten Reboarder auf dem Markt, einen BeSafe iZi Kid iSize X1, gewinnen. Und während Sie sich in den neuen Räumen nach Belieben umsehen, wird Ihr Nachwuchs entweder von Simones Kreativstudio unterhalten oder geschminkt. Stefanie Schötz freut sich auf Ihren Besuch und heißt Sie gerne in Kemnath willkommen!

Interview mit Reboardermama

 

reboardermama-logoWir haben die aktuelle Veränderung bei Reboardermama genutzt, um einen kleinen Blick hinter die Kulissen zu erhaschen und Stefanie Schötz zu Ihrem Umzug, ihrer Motivation, ihren Wünsche und Zielen befragt.
Weitere Informationen rund um Reboardermama, ihren Laden in Kemnath und ihren Beratungsstandort in Viechtach und einen gut sortierten Onlineshop mit vielen praktischen Produkten für Eltern und Kinder finden Sie auf der Webseite. Neben Babyschalen, Reboardern und Folgesitzen verkauft Stefanie außerdem Babytragen, Tragetüchter, Stoffwindeln und alles, was das Herz einer jeden Schwangeren oder Mutter begehrt.

 

Hallo Stefanie,
du befindest dich aktuell mitten im Umzug von Pullenreuth nach Kemnath. Was erwartet uns in deinem neuen Geschäft?

Stefanie: „Ich freue mich sehr, dass ich nun auf insgesamt knapp 60m² Verkaufs- und Reboardermama mit Baby im TragetuchBeratungsebene mein ganzes Sortiment präsentieren kann. Mein auch etwas gewachsenes Lager bietet Platz, um die wichtigsten Produkte, vor allem Autokindersitze, verfügbar zu halten, so dass sie meine Kunden auch sofort mitnehmen können. Das heißt, dass nun genug Platz ist, um die besten Babyschalen, Reboarder und Folgesitze, verschiedenstes Zubehör, Tragehilfen, Tragetücher und ganz viele Stoffwindeln, Windelfrei- und Monatshygieneprodukte zeigen kann. Zugegeben, Platz kann man nie genug haben, aber in jedem Fall sehr viel besser als mein kleines privates Lädchen vorher bei mir zu Hause.

Mein neuer Standort liegt direkt an der B22 zwischen Weiden und Bayreuth. Das heißt ich bin noch besser für meine Kunden erreichbar. Ich denke das sind nicht die schlechtesten Voraussetzungen.“

2. Reboardermama gibt es schon seit Mai 2013. Erinnerst du dich noch an den Moment, an dem die Idee entstand, selbst einen Laden zu eröffnen? Wie kam es dazu?

rückwärtsgerichtete Sitze SortimentStefanie: „Ja! Es war eine sehr spannende Zeit, in der die Idee gewachsen ist. Alles begann mit meiner Tochter: Auf der Suche nach einem Folgesitz stieß mein Mann beim Durchzappen auf  das Thema Reboarder im Fernsehen. Bald war klar: Laura zieht auch in einen Reboarder. Meine Nichte sollte ihr bald folgen sowie einige Kinder meiner Freunde. Der Beitritt in den Verein Reboard Kindersitze e.V. war quasi reine Formsache. Ich hatte einfach Spaß dabei, die Menschen um mich herum zu informieren, und viele waren dankbar, weil es zu viele Eltern gab (und leider immer noch gibt), die nicht wissen, dass es die Möglichkeit zum Rückwärtsfahren auch nach der Babyschale überhaupt gibt. Irgendwann hat mich dann meine Freundin darauf gebracht es ganz einfach mit dem Verkauf zu versuchen. Es war kein leichter Schritt, auch weil man die Familie mit meiner Arbeit vereinen muss. Ich hoffe aber, dass ich beidem gerecht werden kann mit meinen doch recht knappen Öffnungszeiten.“

 

3. Du berätst Schwangere, Eltern und Großeltern in allen Fragen rund um die Themen Autokindersitze, Tragen und Stoffwindeln. Gibt es eine Beratung, an die du sehr gerne zurückdenkst, weil sie besonders kurios, anspruchsvoll oder eigenartig war?

Stefanie: „Es gibt viele Beratungen an die ich sehr gerne zurück denke. Gerade aus den Beratungen mit Eltern aus der Gegend entwickelten sich schöne Freundschaften, weil wir einfach in vielen Dingen die gleiche Sprache sprechen.
So war es auch mit Yvonne Marcinski aus Thurnau (Lkr. KU). Sie kam zu mir als “normale” Kundin. Ihre Tochter sollte nochmals in einen zweiten – größeren – Reboarder ziehen. Die Sympathie war da, das Interesse an Stoffwindeln und Tragen auch beidseitig. Es war wieder einmal eine der endlosen Beratungen, weil wir uns einfach so gut verstanden und auch ergänzt haben. Inzwischen sind wir nicht nur Freunde, sondern sie beliefert mich auch: Yvonne ist Hersteller der Trage “Mamiliebe” – ein Fullbuckle mit der Besonderheit, dass der Hüftgurt mit Slingringen geschlossen wird. Und das Beste an dieser Trage: es gibt patentierte Halfbuckleerweiterungen dazu; Man muss sich also nicht mehr entscheiden oder der Partner kann anders tragen als man selbst. Sie unterstützt mich auch bei Veranstaltungen und ich hoffe sehr, dass ihre Familie es zulässt, dass sie auch bei der Eröffnung dabei sein kann.“

 

4. Auf deiner Webseite schreibst du, dass du gar nicht der klassische Typ für Stoffwindeln und Tragetücher bist. Wie kommt es, dass dir diese Themen dafür heute umso mehr am Herzen liegen?

Stefanie: „Eben WEIL ich nicht der Typ dazu bin. Ich habe drei Nichten. Zwei davon sind ein ganzes Stück  älter modern mit Stoff wickeln als meine Tochter. Wohl aufgrund der – wie ich inzwischen weiß – sehr zahlreichen sinnfreien Mitbringsel meinte mein Schwager während meiner ersten Schwangerschaft, ich bekäme wohl ein recht modernes Kind. Gemeint hat er da wohl die derzeitige Technik-Generation mit Handy-Überwachung, teuersten Kinderwagen und Geräusche machendem Blinkespielzeug etc. Man muss wissen, dass mein Schwager und dessen Familie schon immer im Thema Tragen und Stoffwickeln verwurzelt waren. Ich war auch der Meinung, dass Stoffwickeln umständlich und “ÖKO” ist. Ich habe in der Schwangerschaft noch verpackte Überhosen von Babyzeiten meines Mannes weggeschmissen, weil man das heute ja nicht mehr macht. Und ich habe auch sehr lange gebraucht bis ich mich da dran gewagt habe. Umso mehr kann ich deshalb die Zweifel meiner Kunden verstehen. Jedoch haben mich die Zeichen meiner Tochter wachsen lassen. Und ich weiß heute, dass Stoffwickeln einfach SPAß ist. Es ist bunt und es ist einfach. Und: es ist auch ökologisch. Mit Kind(ern) denkt man dann doch oft weiter als nur an seine eigene Zukunft. Auch Krippenkinder werden oft und gerne mit Stoff gewickelt und ich kenne in unserer Gegend inzwischen einige Beispiele, bei denen die Betreuer keine Berührungsängste haben.

Mit dem Tragen war es ähnlich. Es ist bei uns in der Gegend einfach überhaupt nicht üblich, sein Kind zu tragen. Trotzdem habe ich mich von meiner Schwester überzeugen lassen – sie hatte bereits einen Tragling ins Leben begleitet. Sortiment ReboardermamaAnfänglich mit Tragehilfe landetet ich dann letzten Endes doch auch beim Tragetuch. Es gibt nichts schöneres und einfacheres als sein Baby zu tragen. Das Baby ist bei der Mutter. Spürt den Herzschlag und die Nähe. Genau wie im Mutterleib. Und das brauchen sie auch später noch, also auch noch im Alter von 2-3 Jahren. Es ist nie zu spät mit dem Tragen anzufangen. “Traglinge” sind oftmals so viel ausgeglichener als “Schieblinge”. Und auch wenn sie älter sind und das Laufen beginnen ist es einfach nur praktisch. Es werden sicher alle davon profitieren.

Es gab dazu auch erst einen Post von mir auf Facebook: “Also ich will ja die tragende Rolle der Frau nicht unterbewerten…. ABER: Besonders freue ich mich immer wieder über die Tragepapas. Was gibts schöneres als einen gestandenen Mann – vorzugsweise im Fußball- oder Motorradoutfit – der liebevoll seinen Nachwuchs durch die Welt trägt ??? Ich schmelze immer wieder dahin ?”

 

5. Was fällt dir ein oder auf, wenn du die letzten Jahren Revue passieren lässt? Was hat sich deiner Meinung nach im Bereich der Kindersicherheit im Auto verändert?

Stefanie: „Die Reboarder, die ich zu Beginn meiner Tätigkeit eingebaut habe, waren tatsächlich oft noch sehr schwer und sperrig. Das hat sich inzwischen sehr verbessert. Ich habe schon immer behauptet, es gibt für jede Auto-Kind-Fahrer/Beifahrer-Kombination eine Lösung. Bisher hat das auch immer funktioniert, aber inzwischen ist es schon sehr einfach geworden. Manchmal ist man von der jetzigen Vielfalt tatsächlich etwas erschlagen. Kein Wunder, dass so manche Familie da nicht mehr durchblickt, was nun für sie das Beste ist. Ich habe inzwischen 12 verschiedene Reboarder-Modelle im Sortiment. Und es werden immer mehr. Auf der Messe „Kind und Jugend“ in Köln wurden wieder neue großartige Modelle vorgestellt. Es bleibt spannend. Natürlich hat sich in Punkto Sicherheit auch immer mehr verbessert. Gerade der Seitenaufprall hat spätestens nach der iSize Zulassung immer mehr Bedeutung gewonnen und die Sitze werden immer besser – angepasst an das Verkehrsaufkommen; das wird nämlich immer mehr und die Unfallwahrscheinlichkeit steigt.“

 

Wir bedanken uns bei Stefanie für das nette Interview und wünschen ihr auch in Kemnath weiterhin viel Erfolg und Freude beim Beraten und Verkaufen.

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