Reboarder – rückwärts gerichtete Kindersitze

Eine Liste der Reboardkindersitze unseres Sortiments finden Sie hier: Reboarder – eine Übersicht

Deshalb sollten Kinder auch nach der Babyschale weiter rückwärts fahren

Jeder kauft sie, die Babyschale, den ersten Autositz für sein Kind. Kaum einer hinterfragt, warum eine Babyschale rückwärts eingebaut wird und warum es keine vorwärtsgerichteten Babyschalen gibt.

Dabei ist das ganz simpel zu erklären: Rückwärtsfahren ist sicherer. Die Zulassung für Kindersitze lässt keine vorwärtsgerichteten Babyschalen zu, weil sie ein zu großes Risiko für unsere Babys darstellen würden.

Begründen lässt sich das mit der Anatomie des Menschen. Ein menschliches Baby hat einen – im Verhältnis zum restlichen Körper – übergroßen Kopf. Unser menschliches Gehirn braucht einfach viel Platz. Anfangs benötigt das Baby noch unsere Hilfe beim Stützen des Kopfes. Beim Frontalcrash, der Unfallart mit den meisten schweren oder tödlichen Verletzungen, fängt die Babyschale das Kind auf: Es wird in die Schale gepresst und die Wucht des Unfalls verteilt sich großflächig über den gesamten Rücken.

Quelle: http://insassenschutz.50webs.com/2_1_unfallforschung.html
Quelle: http://insassenschutz.50webs.com/2_1_unfallforschung.html

Umstieg auf den Kindersitz nach der Babyschale

Der Kopf eines 1-jährigen Kindes hat ca. 80% seiner Erwachsenengröße erreicht, er ist also nahezu ausgewachsen und macht etwa 25% des Körpergewichts aus. Dieses ungünstige Kopf-Körper-Gewichtsverhältnis führt dazu, dass die Nackenmuskulatur und die Wirbelsäule in einem Crashszenario mit Frontaleinwirkung heftig belastet werden. Schwere Kopf- und Wirbelsäulenverletzungen können die Folge sein. Um sich die Kräfte vorstellen zu können, die auf den Hals-Nackenbereich wirken, ist es interessant zu wissen, dass ein Frontalaufprall bei ca. 50km/h etwa einem Sturz aus der dritten Etage entspricht.

Ein früher Umstieg auf das Vorwärtsfahren setzt Kleinkinder einem großen Risiko aus. Die Statistik unterstützt diesen Gedanken. In Deutschland gibt es in der Unfallstatistik einen sprunghaften Anstieg an Genickbrüchen und Wirbelsäulenverletzungen – genau zu dem Zeitpunkt, an dem viele Eltern ihr Kind von der Babyschale in den nachfolgenden, vorwärtsgerichteten Sitz wechseln lassen.

In diesem Video, vom norwegischen Rat für Verkehrssicherheit, sieht man den Vergleich beider Fahrtrichtungen eindrucksvoll:

Die Zusammenfassung ist einfach: Ein rückwärtsgerichteter Kindersitz schützt das Kind bei über 90% der Unfälle vor schweren oder tödlichen Verletzungen, ein vorwärtsgerichteter Sitz erreicht nur eine Quote von etwa 62%.

Rückwärtsgerichtete Kindersitze bieten auch für Unfälle mit Seiteneinwirkung einen sehr guten Schutz, denn in der Regel findet ein Seitenaufprall immer mit Vorwärtseinwirkung statt, sodass das Kind zunächst in den Kindersitz hineingedrückt wird und daher optimal in den Schutzbereich des Kindersitzes gepresst wird. Bei einem vorwärtsgerichteten Kindersitz hingegen bewirkt die Frontalbewegung zunächst das Hervorschnellen des Kindes aus dem Sicherheitsbereich des Kindersitzes und führt so beim Eintritt des Seitenaufpralls zu weitaus geringerem Schutz.

Für die Kleinen nur das Beste

Für uns steht es daher außer Frage, dass das Rückwärtsfahren die sicherste Variante ist! Deshalb finden Sie bei unseren Kindersitzprofis auch nach der Babyschale ausschließlich Reboarder. Die Belastungswerte im Hals-Nackenbereich in Crashtests belegen immer wieder, dass Kinder in rückwärtsgerichteten Kindersitzen 5x sicherer unterwegs sind. Wir finden, dass jedes Kind den sichersten Kindersitz nutzen sollte.

Sprechen Sie uns an, unsere Fachhändler können Sie bei der Wahl des passenden Kindersitzes perfekt unterstützen.