Isofix – Was ist das denn?

Wussten Sie, dass es neben dem Autogurt noch eine weitere Möglichkeit gibt, einen Kindersitz im Auto zu befestigen? Die Alternative zum Gurt nennt sich Isofix. Was auf den ersten Blick sehr technisch klingt, das sind schlicht zwei kleine Metallbügel, die sich in der Rückbank des Autos befinden. Sie finden diese im Zwischenraum zwischen der Sitzfläche und der Rückenlehne Ihres Fahrzeugs. Diese Verankerung ist genormt und fest mit der Karosserie des Fahrzeugs verbunden.

Ihr Kindersitz ist ebenso mit zwei Haken versehen, die an den Bügeln des Fahrzeugs eingeklickt werden. Die Sicherung mit dem Fahrzeuggurt entfällt. In den meisten Fällen erfolgt die Sicherung des Sitzes dabei über drei Punkte: Zwei dieser Punkte bilden die Isofixhaken, ein dritter ist entweder ein Standfuß im Fußraum des Fahrzeugs oder ein Gurt (Top Tether), der im Kofferraum des PKWs eingeklickt und gestrafft wird.

Die Norm für Isofix (der Standard ISO 13216) gibt vor, dass Kindersitz und Kind gemeinsam nicht mehr als 33kg wiegen dürfen, wenn es sich um einen Sitz mit einem eigenen Gurtsystem handelt. Dies hat zur Folge, dass auch Sitze, die nach der i-Size-Regelung (R129) zugelassen sind, eine Gewichtsobergrenze haben müssen. Diese Grenze können Sie auf dem Zulassungsetikett direkt am Kindersitz ablesen.

Auch Folgesitze der Gruppe 2/3 verfügen oftmals über Isofix-Konnektoren und sind dennoch bis 36 kg zugelassen. Der Unterschied zu den vorgenannten Sitzen liegt darin, dass die Sicherung des Kindes in dieser Gruppe nicht vorrangig über die Isofixhaken, sondern über den Fahrzeuggurt gewährleistet wird.

Isofix – Vorteile und Nachteile

Über 60 % aller Kinder sind in ihrem Sitz nicht korrekt gesichert. Dies haben zahlreiche Studien und Stichproben ergeben. Häufig liegt das daran, dass der Kindersitz nicht richtig eingebaut wurde. Das Isofix-System verringert das Risiko des fehlerhaften Einbaus und ist dabei oftmals bequemer und einfacher.

Ein bedeutender Nachteil allerdings ist die Gewichtsbegrenzung. Reboarder ohne Isofix können deutlich länger rückwärts gerichtet verwendet werden, da der Autogurt keine für Kinder relevante Gewichtsbegrenzung hat.

Experten-Tipp: Einige Reboarder können mit Isofix oder alternativ mit dem Fahrzeuggurt befestigt werden. So können Sie Ihren Kindersitz bis zur Gewichtsobergrenze mit dem Isofixsystem verwenden und die einfache und bequeme Handhabung ausnutzen. Ist die Gewichtsgrenze erreicht, können Sie den Sitz gurten und noch länger rückwärts fahren. Dazu gehören zum Beispiel: Axkid Rekid, Axkid Duofix